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Aktuelles Spendenprojekt 2026

IWC-Spendenprojekt 2026

 

Unser diesjähriger Spendenmarathon bis zum Internationalen Freundschaftsfest

am 13. Juni 2026 erfolgt zugunsten von:

 

Existentia e.V.

Ihre Spende ist zur Finanzierung des speziellen Traumatherapie-Programms vorgesehen

 

Bitte unterstützen Sie diese Aktion wieder großzügig!

 

Spendenkonto bei der Postbank:

The International Womens Club of Frankfurt e.V.

IBAN: DE82 5001 0060 0058 9876 06

Verwendungszweck: Spende IFF/Name 

 

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Über Existentia e.V.

Bald jährt sich der Krieg in der Ukraine zum vierten Mal. Ein Krieg, den Russland in die Ukraine hineingetragen hat und den Wladimir Putin mit einer ungeahnten Unmenschlichkeit führt. Tag für Tag erreichen uns Nachrichten, die erschüttern, fassungslos machen und oft sprachlos zurücklassen. Krieg ist eines der schwersten Verbrechen, die einem Menschen widerfahren können. Für uns alle ist dieser Krieg, der so nah an uns geschieht, auch eine Prüfung unserer Menschlichkeit.

Aus dieser Haltung heraus wurde vor drei Jahren der Verein Existentia e.V. gegründet. Kern unserer Arbeit ist es, Menschen in der Ukraine in existenzieller Not zu unterstützen. Der Verzweiflung, in der sich viele Ukrainerinnen und Ukrainer bis heute befinden, wollen wir Solidarität, konkrete Hilfe und langfristige Unterstützung entgegensetzen.

Die Gründerinnen des Vereins, Ulrike von Waitz und die Filmregisseurin Elwira Niewiera, begegneten sich kurz nach Beginn der groß angelegten russischen Invasion im Februar 2022. Gemeinsam beschlossen sie, Hilfsgüter für die Ukraine zu organisieren. Elwira Niewiera hatte wenige Monate zuvor in der Ukraine den Dokumentarfilm Das Hamlet Syndrom gedreht – über junge Menschen, die seit 2014 mit den Schrecken des Krieges und schweren Traumata leben. Durch diese Arbeit verfügte sie über enge Kontakte vor Ort.

Existentia e.V. ist die konsequente Fortsetzung dieses gemeinsamen Engagements.

Ein zentraler Fokus unserer Arbeit liegt auf den langfristigen Folgen des Krieges, insbesondere auf den Verwüstungen, die er in den Körpern und Seelen von Frauen hinterlässt. Gewalt gegen Frauen im Krieg wird bis heute häufig verdrängt oder übersehen. Vergewaltigung und Folter werden systematisch als Waffen eingesetzt, um Frauen zu brechen und ganze Gesellschaften zu destabilisieren – auch in der Ukraine.

In enger Zusammenarbeit mit renommierten ukrainischen Psychologinnen und Therapeutinnen hat Existentia e.V. daher ein spezielles Traumatherapie-Programm ins Leben gerufen. Es richtet sich an ukrainische Frauen, die russische Gefangenschaft, Folter und sexualisierte Gewalt überlebt haben. Über einen Zeitraum von anderthalb Jahren begleiten wir diese Frauen therapeutisch in den abgelegenen ukrainischen Karpaten – fernab von Front und Alltag. Die Retreats bieten einen geschützten Raum, in dem die Frauen das erlittene Unrecht benennen und anerkennen können. Der therapeutische Prozess ist zutiefst emotional: mit Momenten von Wut und Trauer, aber auch von Widerstandskraft, Erleichterung und ersten Schritten hin zu Akzeptanz und innerer Stabilisierung.

Die Rehabilitationsaufenthalte finden in kleinen Gruppen von jeweils sieben Frauen statt und werden von drei erfahrenen Therapeutinnen begleitet. Jede Gruppe trifft sich über den Zeitraum von anderthalb Jahren für sechs intensive einwöchige Therapiephasen, die Teil eines langfristig angelegten Programms ist. Die therapeutische Arbeit umfasst Gruppen- und Einzeltherapie, Gestalttherapie, Körperarbeit sowie tägliche Morgen- und Abendkreise. Ziel ist es, den Frauen schrittweise wieder einen Zugang zu sich selbst, zu ihrem Körper und zu ihrer Umgebung zu ermöglichen. Unsere Hoffnung ist, dass diese Frauen wieder ins Leben finden und mit mutigen, kraftvollen Schritten ihre Zukunft neu und hoffnungsvoll gestalten.

Um nachhaltige Wirkung zu erzielen, erfordert das Programm eine kontinuierliche Finanzierung. Diese umfasst die Kosten für Therapieräume, Unterkunft, Verpflegung, Honorare der Therapeutinnen sowie Reise- und Organisationskosten.

Darüber hinaus versteht sich Existentia e.V. nicht nur als therapeutischer Begleiter, sondern auch als menschliche und juristische Stütze. Das erlittene Grauen soll nicht allein in geschützten Therapieräumen ausgesprochen werden, sondern auch öffentlich Gehör finden – vor Gerichten, in der Gesellschaft und in der politischen Verantwortung. Denn Heilung braucht Anerkennung, und Gerechtigkeit beginnt mit dem Hören der Stimmen der Betroffenen.

 

https://www.existentia-ev.org/

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Präsidentin Yun Kruse

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