Regular Meeting im November 2020 via Zoom

„Wie reagiert eine so dicht besiedelte Metropole wie Frankfurt auf den Klimawandel?“  

Am 11. November gab es in der Geschichte des IWC eine Premiere: Das monatliche Regular Meeting fand digital im Internet per Videokonferenz mit 44 Teilnehmern statt. Passend zum Thema unseres Clubjahres lautete das Motto des Vortrags: Die Stadt Frankfurt macht sich fit für den Klimawandel! Das Klima verändert sich, es wird wärmer, viele Landstriche leiden unter Trockenheit, die Starkregen nehmen zu. „Wer auch in diesem Jahr wieder am Mainufer spazieren gegangen ist, dem ist sicher aufgefallen: ein grünes Mainufer sieht anders aus!“ Auch die Bäume im Stadtwald haben enorm gelitten.

Und dazu kommen Extremtemperaturen, die besonders in Städten, die an sich schon wärmer sind als das Umland, den Anwohnern, aber auch Tieren, wie beispielsweise den Mauerseglern, gesundheitlich schwer zusetzen. Bei der Überwärmung der Stadt spielt neben der Lufttemperatur die Strahlungstemperatur der versiegelten Oberflächen (Straßen, Gebäude, steinerne Gärten) eine sehr große Rolle. Diese Situation ist eine riesige Herausforderung gerade für die Städte – doch was tun?

Neben den globalen Bestrebungen zur CO2 Reduktion müssen lokale Klimaanpassungsmaßnahmen umgesetzt werden: Entsiegelungen, Beschattungen, Wassermanagement - eine uns von Frau Mohr vorgestellte konkrete Maßnahme ist die Dach- Fassaden- und Hofbegrünung.

​Hier kann das Klimateam vom Bundesumweltamt Frankfurt beraten, Konzepte erstellen und planerische Vorgaben machen. Die Pflanzen müssen bestimmte Kriterien erfüllen: Sie müssen Hitze vertragen und müssen mit begrenzter Erdfläche auskommen. Begrünte Dachgärten, Flach- und Schrägdächer sind nicht nur attraktiv für Menschen, auch Insekten, Vögel und andere kleine Tiere erfreuen sich an dem Grün. Auch für den Lärmschutz kann auf diese Weise etwas getan werden.

Photovoltaik und Grünflächen auf den Dächern können ohne Probleme kombiniert werden. Dies bietet sogar Vorteile: der Untergrund heizt sich weniger auf- was die Solaranlage schützt und der Einbau wird erleichtert, da der Fuß der Anlage auf dem Dachgrün steht. 

​Teilweise ist es bei Neubauten verpflichtend, solche Maßnahmen umzusetzen. Für den Altbestand gilt dies nicht, aber hier unterstützt die Stadt Frankfurt bei Dach- Fassaden- und Hinterhofbegrünung, beim Bau von Zisternen oder öffentlichen Trinkbrunnen - nicht nur in Form von Beratung- auch die hierfür entstehenden Kosten werden bis zu 50%, mit max. 50.000€ noch bis Ende 2021 gefördert.

 

IWC Frankfurt e.V.