Internationales Freundschaftsfest Juni 2022

ENDLICH!!!

Nach der Corona-Pause 2020 und 2021 konnte am 26. Juni wieder

das Internationale Freundschaftsfest gefeiert werden.

Die Einstimmung dazu gab uns bereits ein paar Tage zuvor

Monika Mörler in einem Zoom-Vortrag über das Römerkastell,

die Saalburg und über das größte Bauwerk, das in Europa je

gebaut worden ist: der Limes.

Er wurde im Jahre 2005 in das Weltkulturerbe der UNESCO

aufgenommen.

Direkt neben dem Kastell, im Festsaal des Landgasthofs Saalburg,

konnten wir bei sommerlich warmen Temperaturen auf der Terrasse

den Begrüßungsdrink genießen, um beschwingt der Führung und

dem Vortrag vom Direktor der Saalburg, Dr. Carsten Amrhein, zu folgen.                        Klicken Sie auf den Notenschlüssel und Sie hören Musik zum Video.

Zu Beginn der Führung wurden wir von einem Soldaten aus der Auxiliartruppe empfangen.

Er beklagte sich über die Rechtsungleichheit, weil sie, im Gegensatz zu den Legionären, kein Bürgerrecht hätten und daher in vielen Dingen sehr benachteiligt wären.

Aber, mit einem Lächeln auf dem Gesicht, erzählte er uns, dass auch er nach 25 Jahren Militärdienst und dem ehrenvollen Abschied das Bürgerrecht bekommt und es an seine Nachkommen weitergeben kann…

Sehr spannend und plastisch erläuterte Herr Dr. Amrhein die Grundsteinlegung der Principia und die anschließende große Feier:

Am 11. Oktober 1900 betrat Wilhelm II. in Generalsuniform in Begleitung der Kaiserin das einstige Legionärslager durch die Porta Praetoria, begleitet von lauten Fanfarenklängen, vorbei an der Bronzestatue des Antonius Pius, dem römischen Kaiser, der über das römische Imperium in seiner größten Ausdehnung herrschte und der den Römern eine lange Friedenszeit bescherte.

Über die Via Praetoria zog Wilhelm wie ein römischer Kaiser in das Areal, um die Grundsteinlegung der Principia vorzunehmen.

Ein Wiesbadener Schauspieldirektor hatte sich das "Event" ausgedacht, ließ preußische Soldaten als Legionäre in altrömischer Tracht auflaufen und die Honoratioren Bad Homburgs übernahmen, in Bärenfelle gekleidet, den Part der edlen germanischen Fürsten.

Es war ein bombastisch initiiertes Römerfest, das große internationale Beachtung fand.

Nach diesem Ausflug in die Geschichte der Saalburg begann unsere Feier im Festsaal des Landgasthofs. Unsere Präsidentin Yong-Hi Yim-Siegels begrüßte, feierlich gekleidet im Hanbok, der traditionellen koreanischen Tracht, die rund hundert festlich gekleideten Gäste. Die Präsidentin betonte, wie schön es sei, nach zwei Jahren endlich wieder ein Freundschaftsfest feiern zu können. ln ihrer Begrüßung ließ sie das zu Ende gehende „Clubjahr der Begegnungen“ Revue passieren und dankte allen Clubfreundinnen für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr vielfältiges Engagement, ohne das ein abwechslungsreiches Clubleben nicht möglich sei.

Der erste Höhepunkt des Programms im Festsaal waren die Arien der Sopranistin Hanna Kim Koo, begleitet von Seung-Jo Cha am Piano. Neben musikalischen Hits aus Italien, Frankreich, England, Mexiko und Irland waren es traditionelle koreanische Lieder, vor allem der a cappella in verschiedenen Ausführungen vorgetragene Arirang, die die Zuhörer faszinierten. Das Buffet mit vielfältigen leckeren Speisen verwöhnte uns danach, die angeregten Gespräche an den Tischen wurden wunderbar untermalt vom Jazz Ensemble TrioLogie.

Gespannt waren alle auf die Verkündung des Ergebnisses des Spendenmarathons, den weiteren Höhepunkt des Abends. Insgesamt kam beim Spendenmarathon die Summe von 15.000 Euro zusammen, die unsere Präsidentin in Form eines symbolischen Schecks an Herrn Dr. Amrhein übergab. So wird das Projekt „Fühlen, Sehen und Begreifen – ein Tastmodell des Römerkastells Saalburg“ schon bald in die Realität umgesetzt.

Mit Köstlichkeiten vom Dessert Büfett klang ein geselliger Sommerabend aus, der uns alle daran erinnert hat, was wir in den letzten beiden Jahren so sehr vermissten: die direkte Begegnung von Mensch zu Mensch über Nationen hinweg – so wie es sich Elisabeth Norgall gewünscht hätte.

 

IWC Frankfurt e.V.