© 2018 IWC Frankfurt e.V.

Elisabeth-Norgall-Preisträgerin 2009

Lotti Latrous

Lotti Latrous CH) wurde 1953 in Dielsdorf, Schweiz, geboren und wuchs in Regensberg auf. Während eines Aufenthaltes als Aupair lernte sie in Genf ihren späteren Mann, den Tunesier Aziz Latrous, kennen. Durch die Tätigkeit von Aziz Latrous als Direktor der Nestlé AG kam die Familie mit den Kindern Sonia, Selim und Sarah von Jeddah über Nigeria und Kairo nach Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinkünste in Westafrika.

Vor zehn Jahren begann Lotti Latrous, angeregt durch ihre Arbeit im Krankenhaus „Mutter Teresa“ in der Wirtschaftsmetropole Abidjan, kritisch ihren eigenen Lebensweg zu hinterfragen. Sie gründete 1999 im Elendsviertel Adjouffou das Centre Espoir Un, ein Ambulatorium für Aidskranke. Es folgten zwei weitere Einrichtungen, 2002 das Centre Espoir d’Eux, ein Sterbespital und in 2006 das Centre Espoir Trois, ein Haus für Aidswaisen.

Centre Espoir Un – Ambulatorium
Das erste Projekt, das Ambulatorium, wurde am 1. Februar 1999, eröffnet. Inzwischen wurden dort mehr als 200.000 Kranke beraten und behandelt.

Centre Espoir d’Eux – Sterbespital
Seit dem 2. September 2002 widmet sich das Zentrum besonders Aidskranken mit wenig Überlebenschancen. Augenblicklich werden 60 Patienten behandelt und ihnen die Möglichkeit gegeben, in Menschenwürde zu sterben. Die Überlebenden werden mit Medikamenten versorgt. Wortspiel: Deux (zwei) und d’Eux (für sie).

Centre Espoir Trois – Waisenhaus
Im Februar 2006 entstand die Unterkunft für 50 HIV-positive Waisenkinder.

Lotti „La Blanche“ ist die einzige Person weisser Hautfarbe im Quartier und beschäftigt inzwischen 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Kosten für den Unterhalt der Zentren von monatlich EUR 53.500 trägt die Stiftung Lotti Latrous, die 2004 ins Leben gerufen wurde (www.lottilatrous.ch).

Publikationen: Gabriella Baumann-von Arx: Lotti La Blanche, Lotti Latrous in den Slums von Abidjan und Madame Lotti Bangen und Hoffen

Film: Stefan Anspichler „Egoiste“, November 2008, Fernsehen: Interviews bei Kerner, Volle Kanne im ZDF und DAS im NDR, November 2008

Auszeichnungen: 2002: Adele Duttweiler Preis, 2004: Frau des Jahres in „Bild der Frau“, 2005: Schweizerin des Jahres anlässlich „Swiss Award“

Spendenkonto Deutschland: Stiftung Lotti Latrous, Konto Nr. 038542800, Dresdner Bank Oberhausen BLZ 365 800 72

Kontakt: Stiftung Lotti Latrous c/ o Qualita Treuhand Zürich/Schweiz, info@lottilatrous.ch

IWC Frankfurt e.V.