© 2018 IWC Frankfurt e.V.

Regular Meeting im November 2018

Das Regular Meeting im November fand in den eleganten Räumen der Villa Bonn statt. Die Gäste wurden mit vier Liedern, gesungen von unserem Mitglied Christa Fülster und begleitet von der Pianistin Friederike Wiesner, auf den Abend eingestimmt. Danach ging es in den Vortragsraum, wo die Präsidentin Cornelia Klaus Frau Dr. Brockhoff, die leitende Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte, vorstellte. Wie sah Frankfurt im 19. Jahrhundert aus? Mit Hilfe von Plänen, Karten, Bildern hat uns Frau Dr.Brockhoff mitgenommen in eine Epoche, in der sich die Stadt in einem bis zu dieser Zeit unbekannten Tempo verändert hatte. Mit dem Abriss der Befestigungsanlagen zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand nicht nur ein Grüngürtel um die Innenstadt, es gab auch Platz für eine Vielfalt von hochherrschaftlichen Gartenvillen und prächtigen Landhäusern. Die bürgerliche Gesellschaft veränderte sich langfristig von einer ständischen zu einer modernen, selbstbewussten bürgerlichen Gemeinschaft; was sich besonders in der Bau- und Wohnkultur deutlich zeigt. Mit ihrem Vortrag hat uns Frau Dr. Brockhoff nahegebracht, dass Erinnerungsmonumente nicht nur architektonische Leistungen sind. Sie spiegeln immer auch soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische Prozesse wider. Ganz im Sinne der Geschichte fand dieser Abend in der Villa Bonn statt, einem Palais aus der Gründerzeit, das 1923 Eigentum der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft wurde und in die Frau Dr.Brockhoff als eine der ersten vier weiblichen Mitglieder aufgenommen wurde.

1/1
IWC Frankfurt e.V.